F A K T E N

Bauzeit Neben dem Tunnel "Burgholz" werden noch weitere aufwendige Ingenieurbauwerke sowie die komplette Straßenausstattung errichtet. Hierzu gehören u. a. auch umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen. Es wird derzeit von einer Gesamtbauzeit bis zur Verkehrsfreigabe von 4,5 Jahren ausgegangen.
Baukosten Die Baukosten für den Tunnel Burgholz belaufen sich auf rund 82 Millionen Euro. Als eine von zwei Baumaßnahmen in NRW soll der Lückenschluss der L418 wegen seiner hohen Kosten zunächst privat vorfinanziert und über den Kapitalmarkt abgewickelt werden. Ab 2007 zahlt das Land NRW die Kosten in insgesamt 15 Jahresraten zurück.
Prognose Für das Jahr 2010 wird im Tunnel Burgholz mit einer Verkehrsbelastung von 44 500 Fahrzeugen an Werktagen gerechnet. Nach Schätzung des NRW-Verkehrsministeriums liegt der Anteil des Güterverkehrs dabei bei etwa elf Prozent.
Länge Die südliche Röhre des Tunnels wird eine Länge von rund 1865 Meter, die nördliche Röhre rund 1787 Meter haben.
Höhe Die Höhe der Tunnelröhren liegt von der Fahrbahn bis zum Tunnelscheitel des Gewölbequerschnitts bei 7,15 Meter.
Beschaffenheit Jede Röhre umfasst zwei Fahrstreifen von jeweils 3,50 m Breite. Hinzu kommen außerdem ein durchgehender Standstreifen mit einer Breite von 1,50 m, um Staus durch liegengebliebene Fahrzeuge zu vermeiden, und Gehwege mit einer Breite von je 1,0 m, die im Notfall benutzt werden können.
 

BRANDSCHUTZ /SICHERHEITSMAßNAHMEN im TUNNEL

Der Tunnel erhält eine umfangreiche Sicherheitsausstattung, welche die aktuellen Vorgaben des BMVBW (Schreiben vom 26.01.2001) und des Landes NRW (Verfügung vom 23.03.01) für Tunnelanlagen erfüllen. Als wesentliche Punkte sind zu nennen:

Lüftung Die Tunnellüftung wurde basierend auf einem aktualisierten Lüftungsgutachten aus dem Jahr 2000, welches die neuesten Erkenntnisse aus den zurückliegenden Unfällen berücksichtigt, als Längslüftung dimensioniert. Umfangreiche Detektionseinrichtungen dienen im Betriebsfall als auch im Brandfall zur Steuerung der Lüftergruppen.
Fluchtwege u. Notrufstationen Auf der gesamten Länge der Tunnelstrecke sind im Abstand von ca. 266 m insgesamt 6 Querverbindungen zwischen den beiden Röhren vorgesehen. Sie dienen im Notfall als Fluchtwege. Zwei dieser Querverbindungen werden für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge befahrbar sein. Aus brandschutztechnischen Gründen werden die Querschläge außerdem mit Sicherheitschotz ausgestattet. Im Abstand von 20 Metern werden im Tunnel Fluchtwegkennzeichnungen und Brandnotbeleuchtungen installiert. Im Abstand von rund 133 Metern sind Notrufkabinen und Entnahmestellen für Löschwasser geplant.
Videoüberwachung / Kommunikation im Tunnel Beide Tunnelröhren und das Vorfeld sollen mit einer ereignisorientierten Videoüberwachung ausgestattet werden. Die Kommunikation im Tunnel erfolgt über Lautsprecher sowie über eine Tunnelfunkanlage (Polizei-, Feuerwehr-, Betriebs- und Verkehrsfunk). Verschiedene Mobilfunkunternehmen haben bereits ihr Interesse bekundet, ihre Dienste in der Tunnelanlage anzubieten.
Haltebuchten In den Anschlußbereichen des Tunnels Burgholz sind Haltebuchten von jeweils 40 Metern Länge vorgesehen.
Lärmschutz Alle Portale werden auf einer Länge von 50 Metern mit einer hochschallabsorbierenden Lärmschutzauskleidung versehen.
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VERKEHRSTECHNISCHE AUSSTATTUNG

Die beiden Tunnelröhren und das Tunnelumfeld erhalten eine umfangreiche, verkehrstechnische Ausstattung. Hierzu gehören eine differenzierte Verkehrsdatenerfassung u. a. zur Stauerkennung und Stauwarnung, eine Fahrstreifensignalisierung zur Sperrung/Freigabe einzelner Fahrstreifen sowie eine aufwendige Tunnelsperranlage, die mittels Schranken, Lichtsignalanlagen und Zusatzinformationstafeln das Einfahren in die Tunnelröhren bei Gefahr verhindern soll.